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Ins Leben gerufen wurden die Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche vom Service- und Beratungszentrum der IHK Frankfurt (Oder) und vom Frankfurter Institut für umweltorientierte Logistik e. V.. Zwischen der Idee und der ersten Veranstaltung am 30. September 1999 zum grenzübergreifenden Schienenverkehr mit privaten Eisenbahnen lagen zehn Monate konzeptioneller Arbeit. In dieser Zeit wurden ein Marketingkonzept, ein Konzept der Öffentlichkeitsarbeit und ein Finanzierungskonzept erarbeitet sowie Kontakte zu deutschen und polnischen Mitstreitern geknüpft. Zu den Intentionen der Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche gehörte von Anbeginn eine enge grenzübergreifende Partnerschaft.

Konzipiert, organisiert und durchgeführt werden die Verkehrsgespräche auch im Jahr 2008 von einem kleinen deutsch – polnischen Team: Frau Justyna Bochenska, Herr Grzegorz Zaloga und Herr Stanislaw Owczarek für die polnische Seite sowie Herr Dennis Gensing, Herr Henry –Martin Klemt, Herr Peter Steußloff und Herr Karl – Heinz Boßan für die deutsche Seite. Die Westliche Industrie- und Handelskammer in Gorzów Wlkp. tritt seit 2005 als Mitveranstalter auf und befördert die Wirkung der Veranstaltungsreihe wesentlich.

Anliegen jeder Veranstaltung ist es, "Reizthemen" und "Dauerbrenner" aus den unterschiedlichen deutschen und polnischen Sichtweisen zu diskutieren und somit einen Beitrag dafür zu leisten, dass die Rahmenbedingungen für die grenzübergreifende Mobilität von Personen und Gütern in der Grenzregion für die regionale Wirtschaftsentwicklung verbessert werden. Im Ergebnis verständigen sich die Teilnehmer immer auf ein Resümee mit konkreten Hinweisen zur Veränderung von Rechtsvorschriften, mit Vorschlägen zur Initiierung von Forschungsprojekten oder Machbarkeitsstudien oder auch mit einer verkehrs- und wirtschaftspolitischen Willensbekundung. So trägt der Gedankenaustausch zur Meinungsbildung der entsprechenden Kommissionen des Landes Brandenburg, der Bundesregierung, der Wojewodschaft Lubuskie und der polnischen Regierung bei.

Besonderes Gewicht hatten die Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche im Zusammenhang mit der Vorbereitung der deutsch-polnischen Grenzregion auf den EU-Beitritt Polens. Mehrere Themen berührten auch die regionalen Vorbereitungsaktivitäten für das einheimische Verkehrsgewerbe und waren mit der grenzübergreifenden Gestaltung der verkehrlichen Infrastruktur sowie mit Aus- und Weiterbildungsanforderungen für Mitarbeiter des Verkehrsgewerbes nach EU-Standards verknüpft.

Die Veranstaltungen beziehen explizit immer unterschiedliche Interessengruppen in die Auseinandersetzung mit Fragen und Problemen ein: Bewohner der Grenzregion ebenso wie Handwerker und Gewerbetreibende, Spediteure und Transportbetriebe. Jede unserer Veranstaltung trägt zu Kontakten und Kooperationen zwischen Wissenschaftlern, Firmen, Verkehrspolitikern, Kommunalpolitikern, Wirtschaftsförderern und Mitarbeitern aus den Behörden beider Länder bei. Die Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche stehen dafür, dass Zusammenarbeit in der deutschpolnischen Grenzregion erfolgreich ist, wenn man lernt, mit den Augen des anderen zu sehen und sich vor dem Beginn von Gesprächen über Fachfragen einen Gedankenaustausch zu Denkweisen vornimmt.

Als ein Ort der Bestandsaufnahme haben die bisher durchgeführten Veranstaltungen aber auch gezeigt, dass auch mehr als siebzehn Jahre nach der Wende der regionale Warenaustausch über die Grenze noch immer nicht den Möglichkeiten entspricht. Sowohl der Straßenverkehr als auch Transporte auf der Schiene und mit dem Binnenschiff lassen sich vielfach nicht wirtschaftlich darstellen. Die vorhandene Infrastruktur entspricht nicht den Erfordernissen des wirtschaftlichen Austausches von Waren und den Erwartungen an einen attraktiven Personenverkehr. Berlin und Brandenburg haben dem Wirtschaftsraum Westpolen als Kundenpotential bisher die notwendige Beachtung versagt. Um so wichtiger sind alle Bemühungen, um Kräfte und finanzielle Mittel beider Länder zu bündeln.

Die Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche, auf deren Podium diesen Forderungen Nachdruck verliehen wurde, bekennen sich zu ihrer Lobbyfunktion für die regionale Wirtschaft und die Kommunen in der deutsch – polnischen Grenzregion. Das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben.

Auf dem deutschen und polnischen Veranstaltungsmarkt für die mittelständische Wirtschaft haben die Verkehrsgespräche inzwischen einen festen Platz gefunden, nicht zuletzt, weil sie durch die Wirtschaft selbst, den Ministerien des Landes Brandenburg, von der polnischen Botschaft und der Wojewodschaft Lubuskie aktiv unterstützt werden. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist bei jeder Veranstaltung mit einem Referenten vertreten und befördert so die Ergebnisse in die entsprechenden Kommissionen.

Wir bedanken uns bei allen, die zum Erfolg der Veranstaltungsreihe beigetragen haben.


Stand: Januar 2008

 
Internationale Ostbrandenburger Verkehrsgespräche
Ecke Wirtschaftsregion Berlin / Brandenburg und die Wojewodschaft Lubuskie   Ecke